Cröllwitzer Puten

Die Hauptfarbe der Cröllwitzer Pute ist weiß. Der Hals ist reinweiß, wobei bei den Althähnen ein leicht gesäumter Hals zulässig ist. An Brust und Rücken beginnend weist jede Feder am Ende einen schwarzen Saum auf, welcher an der Brust mit einem 1 - 2 mm breiten Silbersaum, auf dem Rücken mit einem etwas breiteren weißen Saum abschließt.

Beim Hahn ist ein schwarzer Oberrücken zulässig. Beim Hahn wirkt die Brustzeichnung schuppenartig, bei der Henne ist sie nicht so stark ausgeprägt. An Rücken, Schultern, Körperseiten und Schwanzdecken ist die Zeichnung stärker ausgeprägt. Die großen Schwanzdeckfedern und die Schwanzfedern zeigen ein schwarzes Querband mit einem breiten weißen Endsaum. Die Flügelbinden müssen mit einem schwarzen Endsaum abschließen. Die Armschwingen sind weiß, wobei die Außenfahnen am Ende schwarz auslaufen. Die Handschwingen sind schwarzgrau mit weißem Kiel. Die Läufe der Cröllwitzer Puten sind fleischfarbig bis rot.

Eigenschaften und Leistung:

Mast- und Ausstellungspute; die Legeleistung liegt bei 20 - 40 Eiern pro Jahr, mit einem Bruteier-Mindestgewicht von 70 g. Die Schalenfarbe der Eier ist gelbbräunlich mit dunkelbraunen Punkten. Das Gewicht des Cröllwitzer Puters liegt zwischen 7 und 8 kg, die Pute wird 4 bis 5 kg schwer.

Besonderheiten:

Wird aufgrund ihres geringen Gewichtes als „Portionspute“ für den Haushalt bezeichnet. Die Puten gelten als beste und zuverlässigste Brüterinnen und brüten auch die Eier anderer Geflügelarten aus.

Puten sind ursprünglich Steppenvögel, laufen schnell und ausdauernd. Auch die heutigen Putenrassen flüchten noch gerne zu Fuß, laufen über weite Weideflächen, scharren aber nicht mehr. Zum Ruhen fliegen sie gerne auf Bäume. Puten sind weitsichtig, im Nahbereich haben sie jedoch Orientierungsprobleme und finden ausgestreutes Futter nur durch Zufall. Männliche und weibliche Tiere leben - bei viel Platz - nach Geschlechtern getrennt in einer Herde.